Wir sind alarmiert über die zunehmende Verunsicherung in der freien Kulturszene Düsseldorfs. Viele Einrichtungen und Veranstaltungen warten bis heute auf die beschlossenen Förderverträge. Auf unsere Initiative hin hat der Rat beschlossen, knapp 60 Kulturträger ab 2026 mit Dreijahresverträgen und einer jährlichen Dynamisierung von zwei Prozent auszustatten.
Ziel war es, Planungssicherheit für ihre Arbeit zu schaffen. Betroffen sind unter anderem das Zakk, das Tanzhaus NRW, der Bücherbummel, der Düsseldorfer Büdchentag, das Asphalt Festival, das Düsseldorf Festival und das New Fall Festival. Wir haben dafür gesorgt, dass die freie Kulturszene endlich besser planen kann. Viele Einrichtungen warten trotzdem noch immer auf die zugesagten Verträge.
Besonders kritisch ist, dass nach Medienberichten der Versand weiterer Verträge aufgrund der Haushaltssperren gestoppt wurde und aus der Verwaltung gleichzeitig zu hören ist, dass es derzeit keine Garantien gebe.
Deshalb werden wir in der Ratssitzung am 18. Juni nachfragen, welche Einrichtungen ihre Verträge bereits erhalten haben, wann die noch ausstehenden Verträge verschickt werden und welche Auswirkungen die Haushaltssperren auf die zugesagten Förderungen haben.
Die freie Kulturszene macht Düsseldorf lebendig. Sie bringt Menschen zusammen, belebt Stadtteile und prägt das kulturelle Profil unserer Stadt. Nach dem Aus für den Opernneubau wächst in der Kulturszene die Sorge vor weiteren Einschnitten. Oberbürgermeister Dr. Keller, CDU und Grüne
müssen jetzt erklären, wie ihr Plan für die Kultur in Düsseldorf aussieht.
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